Geschmackvoller und gesunder Genuss: Tee

Die einen machen einen regelrechten Kult aus ihm, andere schätzen seine positive Wirkung auf die Gesundheit, wieder andere trinken ihn einfach, weil er schmeckt. Ob Schwarztee, Grüntee oder Kräutertee – Tee besitzt ein unvergleichliches Aroma und eine Vielzahl heilender, stärkender und vorbeugender Wirkungen.
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"Medizin war der Tee zuerst. Getränk wurde er danach."
(Kakuzo Okakura, japanischer Kulturphilosoph, 1862- 1913)

In den Ursprüngen vor 5000 Jahren in China kannte man Tee zunächst nur als Heilmittel. Erst später etablierte sich Tee als Genussmittel und Getränk. Auch als er im 17. Jh. nach Europa importiert wurde, verkaufte man Tee zunächst als pflanzliches Heilmittel.

 

Vitalstoff aus dem Garten der Natur

Tee belebt den Geist und vitalisiert, er fördert die Konzentration und regt an, ohne (wie Kaffee) aufzuregen. Neben Aromastoffen wie ätherischen Ölen und Theanin, die den typischen Geschmack und Geruch des Tees hervorrufen, sind im Tee einige spezielle Wirkstoffe enthalten, denen die Vorbeugung verschiedener Erkrankungen zugesprochen wird.

Neben Gerbstoffen, die beruhigend auf Magen und Darm wirken, besitzt Tee eine Vielzahl weitere wichtige Inhaltsstoffe:

  • ätherische Öle (verantwortlich für den Geruch und Geschmack)
  • Fluor (stärkt den Zahnschmelz und beugt Karies vor)
  • Kalium (aktiviert die körpereigenen Enzyme)
  • Mangan (senkt den Blutzuckerspiegel und ist an der Knochensubstanzbildung beteiligt)
  • Theophyllin (steigert die Kontraktionskraft des Herzens, wirkt gefäßerweiternd, entwässernd)
  • Theobromin (wirkt entwässernd)
  • Vitamine (B-Vitamine, steigern die Vitalität)

 

Gesunder Wachmacher

Schwarzer und grüner Tee enthält auch Koffein. Die Aufnahme von Koffein aus Tee erfolgt im Gegensatz zu Kaffee jedoch langsamer und hält länger an.

Allerdings wirken Schwarz- und Grüntee nur bei einer Ziehzeit von maximal 4 Minuten aufmunternd, da sich das Koffein sonst an die Gerbstoffe im Tee bindet und somit für den Körper nicht mehr verfügbar ist.

 

Antioxidative Wirkung

Der Gehalt an Gerbstoffen variiert bei den einzelnen Teesorten ziemlich stark. In Bezug auf die Gesundheit ist vor allem eine besondere Stoffgruppe der Gerbstoffe, die so genannten Polyphenole bzw. Flavonoide interessant. Die antioxidativ wirksamen Polyphenole dienen als Schutz vor Radikalen, die als zellschädigend gelten und für die Entstehung vieler Krankheiten verantwortlich gemacht werden. So sollen sie u.a. bei der Alterung des Körpers, bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen.

Polyphenole hemmen außerdem die Bildung schädlicher Cholesterine im Blut und stärken das Immunsystem. Die Chinesen sagen dem Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nach.

 

Kräutertee

Kräutertee wird aus getrockneten Früchten und Pflanzen gewonnen. Diese liefern Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle und das alles ganz ohne Kalorien. Mit der Ausnahme von Matetee fehlt Kräutertees jedoch das Koffein.

Je nach Inhalt hilft Kräutertee bei einer Vielzahl von Krankheiten und Beschwerden. So wirkt er z.B. lindernd bei Erkältungen (Pfefferminztee, Thymian-, Salbei- und Kamillentee), schweißtreibend und stimulierend für das Immunsystem (Lindenblüten- und Holundertee) oder unterstützend bei Magen- und Darmbeschwerden (Kamillen-, Pfefferminz-, Anis-, Fenchel- und Melissentee).

 

Schwarzer Tee

Grüner und schwarzer Tee wird aus dem gleichen Blattmaterial hergestellt. Schwarzer Tee entsteht durch Fermentation nach dem Anwelken und erhält dadurch seinen typischen Geschmack sowie die dunkle Blatt- und Aufgussfarbe.

Das Angebot an schwarzen Tees ist vielfältig. Die bekanntesten Schwarztees sind:

  • der dunkle, kräftige und würzige Assam aus dem Nordosten Indiens
  • der eher liebliche Darjeeling von den Südhängen des Himalajas
  • der herbe und fruchtige Ceylon
  • Earl Grey ist eine Mischung aus Darjeeling, Assam, Ceylon und chinesischem Keemun-Tee, aromatisiert mit Bergamotteöl, was den typischen zitrusartigen Geschmack bewirkt.
  • Ostfriesische Mischungen und der typische English Breakfast Tea sind in der Regel Mischungen aus Assam und Ceylon, jeweils mit unterschiedlichen Anteilen.

 

Grüner Tee

Eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung wird grünem Tee nachgesagt. Wie der Schwarztee wird grüner Tee aus einer Pflanze namens Camellia sinensis gewonnen, jedoch im Gegensatz zur schwarzen Variante nicht fermentiert.

Der Sortenreichtum bei grünem Tee ist sehr groß. Japanische Grüntees weisen in der Regel eine grasig-frische Note auf, während chinesische Tees mit leicht herb-rauchigen und häufig eher blumigen Geschmacksnoten aufwarten. Der Tee wird in China zumeist in Pfannen angeröstet, in Japan hingegen mit Wasserdampf behandelt.

Bekannte Teesorten aus China sind der Gunpowder aus zu Kugeln gerollten Teeblättern (bitter) sowie der helle, weiche und dennoch würzige chinesische Sencha. Aus Japan stammen der japanische Sencha (gedämpfter Tee) sowie der edle, ausgesprochen aromatische und milde Gyokuro (edler Tautropfen).

Eine besonders geschmackvolle Variante von grünem Tee ist der Jasmintee. Der typische Geschmack des im Süden Chinas angebauten Tees wird durch die Dämpfung von Jasminblüten erzielt.


Eine Übersicht über die Herkunft und Wirkung der einzelnen Teesorten finden Sie hier: Teesorten – Herkunft und Wirkung
Lesen Sie mehr über die Geschichte und Wirkung des feinen, zarten Jasmintees: Jasmintee

 

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